Konfiguration & Betrieb von Microservices

Im letzten Teil dieser Reihe soll es kurz darum gehen, wie Microservices dafür genutzt werden können, kontinuierlich aktuelle und den Nutzern entsprechende Anwendungen zu liefern. Welche Strategien sind notwendig für eine Continuous Delivery im Microservices Betrieb? Und welche Strategien sind beim Betreiben von Microservices entscheidend?

Innerhalb einer Anwendung gibt es verschiedene Variablen, die sich in Entwicklung, Test und Produktion bearbeiten lassen. Dazu gehören URLs zu unterstützenden Services, Informationen über Datenbankverbindungen, Anbindung an Drittanbieter-Services etc. Deren Konfiguration sollte grundsätzlich an anderer Stelle gespeichert werden, als der Anwendungscode selbst. Das ermöglicht es, die Variablen zu bearbeiten, ohne in den Code des Kerns einzugreifen.

In einem System, das auf einer Microservice Architektur basiert, müssen Konfigurationen über verschiedene Services verteilt werden. Es gibt dabei verschiedene Wege, um diese Konfigurationen zu verwalten:

  • Konfigurationen bereits bei der ersten Bereitstellung in den Umgebungsvariablen verfügbar machen
  • Ein Toolset z.B. aus einem externes Konfigurationsserver, der dafür gemacht ist, Konfigurationen offenzulegen

Einige Strategien können beim Betrieb und der Konfiguration von Microservices hilfreich sein, gerade im Hinblick auf die kontinuierliche Software-Bereitstellung, das heißt die Möglichkeit die Anwendung jederzeit einem Update zu unterziehen und an Nutzerbedürfnisse anzupassen– ohne das komplette System austauschen zu müssen.

1. Die Konfigurationen von Anwendungen zentral verwalten

Ein externer Konfigurationsserver ist ein angemessenes System, um die Applikationskonfiguration zu managen und eine saubere Trennung zu vollführen. Denn mit einem externen Konfigurationsserver kann das Update von Applikationskonfigurationen sehr viel dynamischer ablaufen, das Update anderer Aspekte der Infrastruktur wird zeitgleich obsolet.

Grundsätzlich gibt es eine Zahl externer Konfigurationsserver, die Unternehmen und IT in Erwägung ziehen können. Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes ist es, dass er bei der Organisation von Konfigurationen eine konsistente Praxis notwendig macht.

2. Standard-Prozesse, um Konfigurationen zu distribuieren

Bei Microservices ist es möglich, über das gesamte System hinweg verschiedene Technologie Stacks zu haben. Handhabt aber einer dieser Stacks die Konfiguration anders als alle anderen, so wird das System in seiner Komplexität schwer zu managen. Daher sollten auch und insbesondere in Microservices die Konfigurationen, die an Nodes distribuiert werden, einen einheitlichen Standard haben.

3. Eine Verwaltungspraxis rund um sensible Daten etablieren

Geheime und sensible Aspekte innerhalb einer Anwendung wie API Schlüssel, Passwörter und Zertifikate müssen stets sicher gehandhabt werden. Deshalb bedarf es einer entsprechenden Praxis, um den Zugriff auf geheime Daten zu verwalten. Eine Möglichkeit ist es, all diese sensiblen Informationen in einem geheimen Speicher, wie einem zentralen Konfigurationsserver, zu hinterlegen. Dieser schafft Nachvollziehbarkeit bezüglich der Frage, wann und wie entsprechende Policies geändert werden. Das ist der erste Schritt hin zu einem vernünftigen Governance-Prozess. Auch hier bietet sich zum Beispiel Vault als Tool an.

Wer bereits bei der Konfiguration all diese Aspekte beachtet, hat es im späteren Betrieb von Microservices leichter, diese zu nutzen und gegebenenfalls anzupassen.

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